Lochte Gartenvergnügen: Gartentipps für den Winter

Der Winterschnitt

Der Zeitpunkt für den Winterschnitt kann zwischen November und Mitte März liegen. Um das natürliche Aussehen der Pflanzen so lange wie möglich zu erhalten, ist es ratsam, Hecken erst Ende Februar zu schneiden. In der Regel kommt es bis dann noch nicht zu einem massiven Bluten der Schnittstellen. Man verkürzt den Zeitraum der Schnitt-Optik auf ein Minimum von Februar bis Mitte April.

Gerade der Wert des Winterlaubes von Hainbuche und Rot-Buche, das nach der Herbstfärbung braun wird und bis Ende Februar, bei der Rot-Buche zeitweise bis zum Austrieb haften bleibt, ist für den Sichtschutz, aber auch für den Vogelschutz von Bedeutung.

Wichtig für den Winterschnitt ist die geplante Größe der Hecke. Dies gilt sowohl für die endgültige Höhe als auch für die obere Breite. Mit dem so genannten „ Anlauf" von 10 % ergibt sich die untere Breite (konisches Profil). Dieses Maß wird beim Winterschnitt möglichst exakt eingehalten. Bedingt durch diesen Schnitt ergeben sich Zweigquirle. Dadurch verschiebt sich die Höhe nach und nach um einige Zentimeter. Etwa alle fünf Jahre wird etwas tiefer unterhalb der Quirle geschnitten.

Bei einigen Gehölzen, vor allem bei Koniferen, kommt es durch Spitzenförderung zum „Überbauen", was der seitlichen Beastung Kraft und Licht entzieht. Hier muss regelmäßig eine Reduzierung mit der Schere oder Säge erfolgen. Durch die Stärke der Äste kommt es zu unsauberen Schnittstellen bei Verwendung einer elektrischen Heckenschere. Diese sollten sauber mit einer Rosenschere nachgeschnitten werden. Größere Wundstellen sollten mit Wundverschlussmitteln verstrichen werden, da es hier zu Pilzinfektionen kommen kann.

Tipps für den Jahresbeginn
"Das Gartenjahr kann beginnen"

Mit Keimproben die Saaten überprüfen
Das vorgesehene Saatgut sollte mit Keimproben überprüft werden. Dazu ein paar Körner auf Löschpapier legen und dieses feucht halten. Erbsen und Bohnen in feuchtem Sägemehl testen. An schönen Tagen Kleingewächshäuser überholen und desinfizieren. Ebenso können die Lauben, Rankelemente und Kompostbehälter renoviert werden.

• Gemüsegarten:
Dicke oder große Bohnen sollten sobald als möglich in den Boden. Im neu aufgesetzten Frühbeet (Laub-Stroh-Unterlage, Mistpackung und mit Reifekompost abgedeckt) kann Spinat, Schnittsalat, Kresse und Radies ausgebracht werden. Je nach Temperatur Scheiben abdecken.

• Ziergarten:
Hochgefrorene Pflanzen festsetzen. Bei offenem und mäßig kühlem Wetter Ziergehölze ausschneiden bzw. auslichten. Auf Größe, Ausmaß und Abstand zum Zaun achten. Winterschutz von empfindlichen Pflanzen sollte noch nicht abgenommen werden, auch die Laubabdeckungen von Rabatten noch nicht anrühren.

• Obstgarten:
Der Februar ist der richtige Obstbaumschnitt-Monat. An Frosttagen nicht schneiden. Der korrekte Schnitt sorgt dafür, dass Licht und Luft in die Baumkrone gelangen können. Alles, was nicht zum Aufbau des Gehölzes benötigt wird (auf Habitus achten), sollte entfernt werden - sich kreuzendes, nach innen wachsendes, steil in die Höhe wachsendes sowie überaltertes Geäst wird entfernt. Große Wunden mit flüssiger Baumrinde versiegeln.

Mit dem Freischneiden in der Krone kann nach einem Regen das Blattwerk schnell abtrocknen. Damit wird erreicht, dass Pilzkrankheiten wie Schorf und Mehltau keine Angriffsfläche finden. Der Pilz benötigt zum Wachsen Wärme und Feuchtigkeit.