Lochte Gartenvergnügen: Gartentipps für den Sommer

Der Sommerschnitt

Für diesen Schnittzeitpunkt wird der zweite Jahrestrieb, der so genannte Johannistrieb, genutzt. Ausgehend davon, dass die Vogelbrut nicht gestört werden soll, erfolgt Ende Juni herum ein weniger scharfer Schnitt etwa 10 cm über der Schnittebene des Winterschnittes. Die Hecke bleibt undurchsichtig. Der Sichtschutz in Augenhöhe ist für die Sommerzeit gewährleistet. Die Hecke erscheint bei dieser Schnittführung streng formiert, wächst aber, da keine Assimilationspause entsteht, nur leicht gebremst weiter. Diese Schnittvariante hat sich in der Vergangenheit bewährt.

Da der nächste Winterschnitt wieder in der tieferen Ebene erfolgt, wird die Quirlbildung im Sommer nicht verstärkt. Nach diesem Schnitt erfolgt ein vom Witterungsverlauf abhängiger, mehr oder weniger starker Durchtrieb. Erlaubt ist, sehr starke Durchtriebe, so genannte Ausreißer, mit der Rosenschere einzukürzen, um ein gleichmäßigeres Bild zu erhalten. Wegen des Fruchtansatzes sollten Feuerdorn - Hecken nach dem Fruchtansatz beschnitten werden, so dass der wirkungsvolle Fruchtschmuck im Herbst ein gestalterischer, aber auch ökologischer Höhepunkt wird.

Gehölze mit großen immergrünen Blättern wie z.B. Kirschlorbeer oder und Ilex werden mit der Rosenschere so geschnitten, dass keine Blätter halbiert werden. Beschädigte Blattränder nach Maschinenschnitt lassen eine Hecke lange braun und krank wirken. Bei Buchs ist auf den frühzeitigen Johannisschnitt zu achten. Bei zu spätem Schnitt im Juli bis August bleiben die angeschnittenen Blättchen mit den braunen Rändern bis ins nächste Frühjahr sichtbar.
Schwierig hinsichtlich des Schnitts sind Krüppel-Kiefer- und Fichtenhecken. Der immer wieder empfohlene Schnitt des jungen Maitriebes bedeutet zwar eine Augenbildung an den Schnittstellen, aber jährlich auch eine Zunahme der Heckenbreite. Um die Hecken in den gewünschten Maßen zu erhalten, ist ein Auslichtungsschnitt im Winter ratsam. Bei der Fichte empfiehlt sich ein normaler Winterschnitt im zweijährigen Turnus.

Fassadengrün und Bäume als Staubfilter
• Wie gut eignen sich Stadtbäume und Fassadenbegrünungen als (Fein-)Staubfilter?
Neuen Studien der Uni Köln ergaben zu diesem Fragenkomplex, dass die Blätter des Wilden Weins im Verlauf der Vegetationsperiode Stäube akkumulieren und so im Laufe der Zeit durchaus relevante Filterbeträge zusammen kommen: Messungen belegen, dass die Blätter der untersuchten Fassadenbegrünung im Stadtzentrum von Düsseldorf je Quadratmeter begrünter Wandfläche während der Vegetationsperiode täglich über 2000 Mikrogramm Eisen und mehr als 580 Mikrogramm Aluminium aus der Luft aufnehmen, so Dr. Thönnessen. Im Vergleich zu den Staubniederschlags-daten verschiedener Großstädte beurteilt er diese Daten - auch für eine Vielzahl weiterer Luftschadstoffe - als durchaus relevant.

Aufgrund der unterschiedlichen Blattoberflächenstruktur bei Platanen liegt ein Selbstreinigungseffekt vor, so dass die Stäube bei jedem Niederschlag wieder von den Blättern abgewaschen werden. Inwieweit diese abgewaschenen Stäube erneut in die Luft gelangen können, sei noch unklar. Deshalb sprach sich Thönnessen dafür aus, in engen Straßen eher mit Fassadenbegrünungen zu planen, da diese die Durchlüftung nicht minimieren. Problematisch ist dabei, dass sich Fassadenbegrünungen vielfach im Grenzbereich zwischen öffentlichem und privatem Raum befinden, deshalb sei es besonders wichtig, die Planung, Anlage und Pflege abzustimmen. Gerade die Pflege sei ein wichtiger Punkt, der in der Vergangenheit häufig vernachlässigt wurde, so Thönnessen. Es sei schade, wenn deshalb - so wie in der Vergangenheit häufig geschehen - viele wertvolle Fassadenbegrünungen aus Kostengründen entfernt werden.

Im Zuge der aktuellen Feinstaubdiskussionen in den Städten könnte wieder ein Umdenken stattfinden, gerade mit Blick auf die Filterleistungen der Fassadenbegrünungen. Dann wäre es allerdings wichtig, die Bürger und Hauseigentümer nicht nur bei der Anlage (finanziell) zu unterstützen und zu beraten, sondern auch bei der Pflege.

Fluo-Artikel für den Garten
Sicher kennen Sie bereits seit einiger Zeit die im Handel üblichen fluoreszierenden Artikel wie Monde, Sterne etc. Schon seit längerem beschäftigt sich die Universität Visconcent, USA, innerhalb der Lehre für angewandte Insektenkunde mit fluoreszierenden Materialen und ihrer Wirkung auf Insekten.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass nachtaktive Insekten wie Falter und Käfer fluoreszierende Materialen gern anfliegen und zum Rasten benutzen. Bäume und Sträucher, in die man fluoreszierende Materialen gehängt hatte, wurden von den Insekten häufig auch als „Wohnort" benutzt.