Lochte Gartenvergnügen: Gartentipps für das Frühjahr

Kübelpflanzen: Stutzen bringt Pflanzen gut in Form

Viele Topf-, Beet- und Kübelpflanzen sollten durch Stutzen und Pinzieren gut in Form gebracht werden. Stutzen bedeutet Rückschnitt bis ins Holz, während das spätere Pinzieren nur die Spitzen der jungen Triebe entfernt. Pinzieren ist einfach: Daumen und Zeigefinger knipsen das zarte Grün zwischen den zwei kräftigen Blättchen weg. Gärtner sprechen daher oft vom „Entspitzen". Das Stutzen geht dem Pinzieren meist voraus. Durch den kräftigen Schnitt wird die Pflanze in Form gebracht. Er ist vor allem für all die Pflanzen wichtig, die am jungen Holz blühen. Unterbleibt der Rückschnitt beispielsweise bei Fuchsie, Schönmalve, Oleander, Lantane, Kapmalve oder Blattbegonie, wachsen die Triebe immer länger und kraftloser.

Das anschließende Pinzieren der neu ausgetriebenen jungen Spitzen stoppt allzu starkes Längenwachstum. Die Triebe werden gezwungen, aus den schlafenden Knospen auszutreiben und sich noch mehr zu verzweigen. Je öfter pinziert wird, desto mehr Triebe bilden sich. Der Wuchs wird dichter und mehr Blütenanlagen wachsen. Wichtig ist der richtige Zeitpunkt für das Pinzieren. So sollten Fuchsientriebe nach dem Stutzen mindestens zwei kräftige Blattpaare entwickelt haben, bevor die junge Spitze abgeknipst wird.

Phlox – eine farbenprächtige Staude

Vom Frühjahr bis in den Herbst bringen die verschiedenen Arten und Sorten des Phlox' farbenfrohe, reichhaltige und mitunter herrlich duftende Blüten hervor. Die Pflanzen erreichen je nach Art eine Höhe von fünf bis 140 Zentimeter. Sie lassen sich daher sowohl als Leit- oder Begleitstaude in Rabatten oder auch im Steingarten verwenden und besonders gut mit anderen Pflanzen kombinieren.

Die Gattung Phlox stamm ursprünglich aus Nordamerika und besiedelt dort ein Gebiet, das sich durch verschiedene Klimazonen erstreckt. Dies erklärt die große Variabilität des Phlox' und sein Gedeihen auch unter unterschiedlichen Standortbedingungen.

Der Hohe Phlox (Phlox paniculata) zählt nach den Angaben des BdS zu den wichtigsten Beetstauden. Die Art und die daraus gezüchteten Sorten bevorzugen eine hohe Bodenfeuchte, nährstoffreichen Boden sowie einen vollsonnigen und nicht zu trockenen Standort. Die breit gewölbten Dolden des Hohen Phlox' entwickeln von Juni bis September farbenprächtige Einzelblüten, deren Farben von Rot-Violett-Schattierungen über Lilablau bis Weiß reichen. Unterschieden wird zwischen früh, mittel und spät blühenden Sorten. Zu den spät blühenden Sorten passen als Begleitpflanzen besonders gut Chrysanthemen, Sonnenbraut und Sonnenauge. Die Pflanzenhöhe beim Hohen Phlox variiert zwischen 50 und 150 Zentimeter.

Ähnlich dem Hohen Staudenphlox sind einige Wildarten mit Beetstaudencharakter zu verwenden. Der Wiesenphlox (P.-Maculata-Hybriden) blüht von Juni bis August mit weißen, lilarosa- oder rosafarbenen Blüten und wird zwischen 80 und 100 Zentimeter hoch.
Der Frühsommerphlox (P.-Ardensii-Hybriden) hat seine Blütezeit im Juni und Juli, erreicht eine Höhe von 40 bis 60 Zentimeter und erfreut durch purpurrote, hellviolette Blüten mit rosa Augen oder mit weißen Blüten mit rotem Auge. Im lichten Schatten gedeiht er besonders gut.

Der Breitblattphlox (Phlox amplifolia) blüht von Natur aus in Rosa, es gibt jedoch auch einige Sorten, die weiße Blüten zeigen. Der Waldphlox (Phlox divaricatus) wird rund 40 Zentimeter hoch und leuchtet aus halbschattigen Gartenpartien hervor.
Einige Phloxarten eignen sich auch für den Steingarten. Beispielsweise der Niedrige Polsterphlox (Phlox douglasii), der lediglich eine Höhe von fünf Zentimeter erreicht oder der Teppichphlox (Phlox subulata) mit zehn bis 15 Zentimetern Höhe, rundlichen, nadelartigen Blättern sowie blauen, roten oder weißen Blüten.

Die Schwarz-Pappel

Die Europäische Schwarz-Pappel (Populus nigra L.) gehört zu den Baumarten, die inzwischen so selten geworden sind, dass sie in den Roten Listen bedrohter Pflanzenarten stehen. Die Gründe dafür sind vielfältig: vor allem Veränderung (Grundwasserabsenkungen) und Verluste (Rodung) natürlicher Flussauen durch Menschen sowie Verwendung von anderen, noch schneller wachsenden, nicht heimischen Pappelarten.

Der Name Schwarz-Pappel geht auf die im Vergleich zu anderen Pappeln dunkle Rinde zurück. Ältere Bäume bilden eine eindrucksvolle Netzborke aus. Die Wurzeln können sich sehr weit vom Stamm aus im Oberboden ausbreiten. Sie wachsen aber nicht unter die mittlere Grundwasserlinie und sind daher als Uferbefestigung nur bedingt geeignet.

Schwarz-Pappeln können 35 Meter hoch und zwei Meter dick werden. Ihr Höchstalter sind beachtliche etwa 200 Jahre. In Deutschland sind bisher nicht mehr als 3000 Altbäume sicher identifiziert. Relativ verbreitet ist eine durch Mutation entstandene Varietät der Schwarz-Pappel, die zypressenartig wachsende Pyramidenpappel. Mit ihr kann man auch nördlich der Alpen Toskana-Stimmung erzeugen.